Fibrosarkom bei einer Katze unter Artesunat-Therapie

Im folgenden Bericht möchten wir unsere Erfahrung mir Aresunat bei der Krebsbehandlung unseres Katers " Teufelchen " beschreiben und alle Tierbesitzer, die in die gleiche Situation kommen, die Chancen und Möglichkeiten aufzeigen, die diese Behandlung ermöglicht. Aber auch die potentiellen Risiken, die damit einhergehen.

Im Juli 2019 stellten wir eine wulstartige Veränderung im Bereich der Schulterblätter unseres Kater fest. Nach einen Tierarztbesuch mit Röntgenaufnahme und Biopsie war wenige Tage später klar, dass es sich um ein Fibrosarkom handelt. Durch das röntgenbild ließ sich auch die Größe sehr gut abmessen und die Position gut bestimmen. Es waren noch keine Verbindungen in Richtung innerer Organe zu sehen und auch die Knochen waren nicht betroffen. Dennoch hatte das Sarkom eine Größe von 10 x 13 cm und war 5 cm hoch. Wir begannen sofort Therapiemöglichkeiten zu finden und eine Entfernung des Tumors zu planen. Aufgrund der Größe und des Alters unseres Katers " Teufelchen " mit 16 Jahren kam eine sofortige Operation nicht in Frage. Er hatte schon mit der Betäubung bei der Untersuchung einige Tage zu tun. Wir sind nach einiger Recherche auf die Therapie mit Artesunat gestoßen, ein Medikament, dass bei der Malaria-Behandlung eingesetzt wird. Wenn Sie diesen Text hier lesen, dann haben Sie vielleicht auch schon zu diesem Thema recherchiert, aber für alle, die dies noch nicht getan haben, wollen wir kurz die Verbindung zu einer Krebsbehandlung herstellen.

Die Wirkstoffe in Artesunat greifen Zellen an, die über einen höheren Eisengehalt verfügen. Bei Malaria sind das die Zellen, die infiziert sind, da der Erreger einen höheren Energiebedarf in der Zelle auslöst. Krebszellen sind schnell wachsend, haben deshalb ebenfalls einen deutlich höheren Energiebedarf als normale Zellen und enthalten auch mehr Eisen. Injiziert man also Artesunat direkt in den Tumor, werden diese Zellen angegriffen und zerstört.

Bei unseren Recherchen sind wir dann auf Frau Földy und ihre Praxis gestoßen. Sie hat uns sofort bei unserem ersten Gespräch ihre Unterstützung zugesichert. An dieser Stelle möchten wir uns dafür nochmals von Herzen bedanken. Sie entwickelte einen Therapieplan und stellte den Kontakt zu einer Apothele ( Burg-Apotheke in Königstein ) her, von der wir das Artesunat beziehen konnten. Am 30.07.2019 begannen wir die Therapie mit Artesunat und injizierten 9 Tage lang, jeden Tag 2 ml Lösung direkt in den Tumor. Teufelchen machte sehr gut mit, entgegen der Aussagen vieler Schulmediziner. Nach diesen 9 Tagen waren viele Veränderungen im Tumor festzustellen. Insgesamt war das Gewebe viel weicher geworden und auch die Größe des Tumors hatte sich verkleinert. Vor allem an der Höhe, mit jetzt noch 3 cm, was das gut zu erkennen. Leider stellt sie Therapie für Teufelchen auch eine große Belastung dasr. Schließlich war er nicht mehr der Jüngste. Der Körper muss die zerstörten Zellen abbauen und über die Niere ausscheiden. Wir machten also eine kleine Injektionspause und beobachteten die Veränderungen weiter. Am 13.08. stellten wir fest, dass Teufelchen Fieber bekommen hatte und suchten unseren Tierarzt auf. Wir hatte ihn im Vorfeld in die geplante Therapie einbezogen und er hat uns seine Unterstützung bei der Schmerztherapie und unterstützenden Behandlung zugesichert. Um das Fieber zu senken, erhielt Teufelchen eine Kortison-Injektion. Diese schlug auch schnell an, so dass er bereits am selben Abend fast kein Fieber mehr hatte und auch wieder fit war. Kortison ist natürlich auch Schmerzmittel und deshalb hilft es sehr schnell. Aber auch in den folgenden Tagen verbesserte sich der Zustand von Teufelchen und er verhielt sich wieder ganz normal. Im Zuge der Kortisonwirkung passierte aber noch etwas. Der komplette tumor fiel völlig in sich zusammen und hatte zwei Tage nach der Injektion plötzlich nur noch eine Größe von 5 x 6 cm bei 2 cm Höhe. Am 20.08.führten wir die Injektion mit Artesunat fort und hatten, in Absprache mit Frau Földy, die Dosis auf 1 ml reduziert. Außerdem haben wir zusammen beschlossen, immer 3 Tage zu spritzen, dann 3 Tage Pause zu machen, dann wieder 3 Tage zu spritzen. So sind wir bis zum 10.09. vorgegangen. Teufelchen vertrug diese Vorgehensweise sehr gut und der Tumro verkleinerte sich noch etwas auf 5 x 5 cm. Wir hatten auch einen Operationstermin schon vereinbart. Plötzlich bekam Teufelchen wieder Fieber. Der Besuch beim Tierarzt liefert das Ergebnis, dass er sich eine Streptokokken-Infektion im Mundraum eingefangen hatte. So waren die Gefahren für eine Operation zu groß und wir mußten diese Infektion erst behandeln lassen. Die Behandlung zog sich in die Länge, da sich die Infektion als sehr hartnäckig herausstellte. An Injektionen mit Artesunat war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu denken. anfang Oktober hatte sich alles wieder beruhigt, so dass wir mit den Injektionen weider weitermachen konnten. Das sich die 3-3-Variante bewährt hatte, führten wir diese fort. Erschreckend war nur, dass der Tumor in den 3 Wochen wieder stark gewachsen war und fast seine Ursprungsgröße wieder erreicht hatte. Parallel zu den Injektionen waren wir mindestens einmal pro Woche beim Tierarzt zur Kontrolle und Schmerztherapie bei Bedarf. Der Tumor wurde durch die Injektionen auch wieder weicher und verlor von seiner Größe. Zwar war die Reduzierung nicht mehr so extrem wie beim ersten Mal nach dem Kortison, aber es war dennoch deutlich zu erkennen. Bis Mitte November konnten wir so wieder Erfolge verzeichen. Teufelchen ging es weitestgehend gut und der vertrug die Therapie. Er hatte zwischendurch auch mal wieder Fieber, welches sich aber sehr schnell senken ließ. Am 21.11.2019 waren wir wieder beim Tierarzt, da ein neuer Fieberschub eingesetzt hatte. Dieses Mal half die Injektion nicht, dass Fieber zu senken, so dass wir ihn am Abend des selben Tages bei einem weiteren Besuch bei Tierarzt gehen lassen mußten. Wir sind davon überzeugt, dass bei einer jüngeren Katze die Therapie mit Artesunat und in der Folge eine Operation zu Erfolg geführt hätte. Die zerstörende Wirkung von Artesunat auf die Krebszellen ist nicht zu übersehen.

Wir möchten allen Menschen, bei deren Haustieren die gleiche Diagnose festgestellt wird, Mut machen, diesen Weg zu gehen und nicht unversucht zu lassen, dass geliebte Tier zu retten.

Vielleicht findet Artesunat auch einen Weg in die Humanmedizin als Krebstherapie und nicht nur zu Malaria-Behandlung.

Wir haben für Teufelchen eine Gedankeseite eingerichtet und freuen unse über jeden, der diese Seite besucht und eine Nachricht hinterlät oder eine virtuelle Rose dort ablegt. Die Seite ist unter  https://www.rosengarten-sterne.de/gedenkseite/zeige/teufelchen-4/ zu finden. Gerne teilen wir unser Wissen und Erkenntnisse mit jedem, der Unterstützung, einen Rat oder Hilfe braucht. Frau Földy wird gerne den Kontakt an uns weitergeben.

Anmerkungen der Praxis:

In einem anderen Fall wurde genauso gespritzt. Der Tumor befand sich an der Brustwand mit einer Größe von 7 x 11 cm. Während der Therapie verkleinert sich der Tumor auf 5 x 9 cm innerhalt von 3 Wochen. Der Tumor konnte vollständig operativ entfernt werden. In der Histologie wurden keine Tumorzellen mehr gefunden. Dafür zeigten sich eine Entzündungzellen.

In dem sehr ausführlichen Fallbericht oben wird deutlich dargelegt, dass unter einer einmaligen Kortisoninjektion der Tumor " plötzlich in sich zusammengefallen ist ". Eine Zerstörung der Tumorzellen zieht eine Entzündung mit sich.

 

Wir bedanken uns für diesen ausführlichen Bericht aus der Sicht der liebenden Tiereltern.